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Die Geschichte von Schönau ist eine echte ,David gegen Goliath'-Story. Zum ersten Mal gelang es hier einer Bürgerinitiative, die Versorgungskonzession für ein Stromnetz zu erringen. Auf dieser Grundlage wird heute in Schönau ein mustergültiges ökologisches Energiekonzept verwirklicht. Aus der Anti-AKW-Initiative sind grüne Unternehmer geworden, deren Erfolg weit über die Grenzen der idyllischen Schwarzwald-Gemeinde ausstrahlt.
Ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum Ausstieg war eine PR- und Fundraising-Kampagne, die unter dem Motto "Ich bin ein Störfall" bundesweit umgesetzt wurde.
Ein zentraler Punkt der Kampagne war das Erreichen eines maximalen Medieninteresses. Schon vor ihrem eigentlichen Start war die Kampagne in der überregionalen Presse aufgetaucht: der Spiegel, die Zeit, die Süddeutsche Zeitung berichteten. Zum Start der Kampagne wurden vier Pressekonferenzen durchgeführt zeitgleich in Hamburg, Frankfurt, München sowie in Freiburg für die regionale Presse. Insgesamt 60 Medien, darunter mehrere Fernsehsender, waren vertreten. Weitere 90 Medien forderten die Unterlagen an.
Neben der Pressearbeit wurden auch alle anderen Register gezogen: Großformatige Anzeigen, Radio- und Kinospots wurden produziert und im Rahmen einer Pro bono-Kampagne von der Frankfurter Agentur DMB&B kostenlos geschaltet. Gratis-Postkarten wurden in Kneipen verteilt, ein automatischer Telefon-Info-Service eingerichtet. Entscheidend war jedoch der enorme persönliche Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfern und Unterstützerinnen.
Die Kampagne war eine gelungene Gemeinschaftsaktion der Schönauer Energieinitiativen, der GLS Gemeinschaftsbank, der Stiftung Neue Energie sowie der Agenturen DMB&B und Morgenwelt. Die Federführung der Kampagne lag bei Stephan Rotthaus, damals Leiter Öffentlichkeitsarbeit der GLS-Bank.
Alle Beispiele aus unserer Arbeit finden Sie in dieser Übersicht.
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